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Macher

„Eine Familie fährt in Urlaub und übergibt ihr Haus, ihre Blumen und ihre Haustiere in die Obhut von ihren Freunden. Mit Zuversicht fahren sie los und kommen einige Wochen später wieder aus dem Urlaub zurück. Es trifft sie das Entsetzen, denn die Türen stehen offen, die Blumen sind verdorrt und die Tiere sind entlaufen.
Auf die Frage an ihre Freunde, wie das passieren konnte, antworten diese:
Wir verstehen das auch nicht, wir haben uns regelmäßig getroffen, über die Aufgaben diskutiert, sie auf eine Liste geschrieben und auswendig gelernt, wir haben sogar über die Umsetzung recherchiert.“

So ähnlich erzählt der Hauptdarsteller in dem Film „Not a fan“ einen Vergleich, der darstellen soll, was wahre Nachfolge Jesu ist und dass wir oft nur Fans von ihm sind.

Das ist aber leider nicht nur im Glauben so, sondern auch im Leben. Wenn wir schauen wieviel Vorträge, Diskussionsrunden, Marketingmaßnahmen, Berater, Wasserköpfe und Man-hätte/ sollte/müsste-Aussagen es gibt. Immer weniger machen etwas. Milliarden von Euros werden von der Politik als Fördergelder ausgeschüttet, in der Hoffnung dass diese helfen, etwas in dem gewünschten Bereich umzusetzen. Endlos Zeit wird vergeudet in der Diskussion von Themen. Rundfunk&Fernsehen, Lebensratgeber, Social Media feuern dies noch an.

Wenn wir ins Machen kommen würden, würden kleine „Wunder“ geschehen.

„Ja aber es ist doch wichtig, vorher genau zu überlegen, was und wie wir es tun“, werden manche sagen oder „das ist nicht mein Job oder was kann ich da schon ausrichten“. Mal ehrlich, sind das nicht nur Ausreden?

In der modernen Softwareentwicklung hat man sich vom Wasserfallmodell verabschiedet, d.h. von dem starren und langwierigen Ablauf der Spezifikation, Codierung, Test, Betaversion und Auslieferung. Heute programmiert man in Sprints, nach jedem Sprint steht eine funktionsfähige Variante zur Verfügung, die kontinuierlich entsprechend dem Feedback der Benutzer weiter ausgebaut wird. Ähnlich machen es auch StartUps, die sprechen vom „Minimum Viable Product“ also dem kleinsten funktionierenden Produkt, das dann entsprechend den Marktanforderungen immer weiter ausgebaut wird.

Denken wir in unserem Tun noch klassisch, indem wir bereits am Anfang das ganze Vorhaben betrachten und uns nicht trauen es anzugehen, oder modern, indem wir einfach mal beginnen, etwas umzusetzen und dann gespannt schauen, wer hinzustößt und wie sich unserer ursprünglicher Impuls entwickelt?
Aus Zweiterem können große relevante Veränderungen entstehen, von der Basis her, daher werden diese Entwicklungen auch Graswurzel-Bewegung genannt.
Aus Ersterem entsteht oft nur Frust.

Zurück zum Christlichen Glauben. In Jakobus 2,14 heißt es:

„Was nützt es, meine Brüder, wenn jemand sagt, er habe Glauben, hat aber nicht Werke? Kann etwa der Glaube ihn erretten?“

Auf der anderen Seite heißt es: aus Gnade allein, nur durch den Glauben, nur durch die Schrift und den Heiligen Geist. Aber sprechen wir hier wirklich vom Gleichen?
Und wie war Jesus, hat er nicht die größte Graswurzelbewegung unserer Geschichte gestartet?
Gibt Gott uns nicht die Kraft und den Segen für unser Wirken, wenn wir es im Glauben an ihn tun?
Wie soll es sonst geschehen, wenn nicht durch unsere Beine, Hände und Zungen?

Traut Euch, hört auf den Heiligen Geist in Euch und macht und glaubt daran.
Werdet mehr zum Nachfolger und seid weniger Fan von Jesu.

Published inAllgemein